Humanistische Psychotherapie in Aktion – AGHPT Fachtagung 14.- 15. Februar 2026 in Berlin
Die diesjährige AGHPT-Fachtagung an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin (SFU) war mit einem kleinen Budget ein großer Erfolg. Der Vorstand der AGHPT und Karl-Heinz Schuldt führten durch die Fachtagung. Manfred Thielen war als Vorstandsmitglied der AGHPT vor Ort und Dozent an der SFU sehr dankenswerterweise federführend in inhaltlicher Vorbereitung, Raumstellung und Durchführung.
Gut die Hälfte der knapp 100 Teilnehmenden waren Studierende oder PiAs. Unter dem Motto „Humanistische Psychotherapie in Aktion“ gelang es die Humanistischen Ansätze praxisnah insbesondere jungen Menschen vorzustellen. Es wurden bei erwähnenswert guter Stimmung viele interessierte Fragen gestellt und der Austausch mit erfahrenen PraktikerInnen wurde in beide Richtungen als fruchtbar wahrgenommen.
Im Plenum gab es zwei Panels am Samstag und Sonntag bei denen TherapeutInnen aus fünf Methoden jeweils 15 Minuten mit einem Schauspielpatienten in einer Therapiesimulation arbeiteten. Die Rolle des Schauspielpatienten auf Basis eines Papierfalls übernahm dankenswerterweise Manfred Jannicke, Psychodrama-Institut für Europa LvD e.V. Als Psychodrama-Therapeutin im Panel wirkte Anatoli Pimenidou. Die eindringlichen und realistischen Therapieauszüge zwischen Schauspielpatient und den humanistisch-orientierten TherapeutInnen führten zu viel Erleben und emotionaler Beteiligung in Frage- und Reflektionsrunden sowie lebhafter, kollegialer Diskussion bis in die Pausen.
Wesentlicher weiterer Bestandteil der zwei Tage im winterlichen Berlin- Tempelhof waren drei Workshop-Blöcke in fünf vertretenen Ansätzen, geleitet von erfahrenen Körper-, Gestalt-PsychotherapeutInnen, einem Existenz-/ Logotherapeuten, TransaktionsanalytikerInnen und natürlich PsychodramatikerInnen. Martina McClymont-Nielitz (Moreno Institut Edenkoben/Überlingen) und Anatoli Pimenidou (beide AG-Lehre der AGHPT). gestalteten ebenso Erwärmungen und den Kongressabschluss.
Sowohl Grundansätze als auch spezifisch-therapeutisches Vorgehen wurden beispielhaft sehr deutlich und luden zu kurzen, aber aussagekräftigen Selbsterfahrungssequenzen und kurzen Fallbesprechungen in Kleingruppen ein. Begeistertes Mitmachen und erlebnisnahe Erkenntnisse waren in Fülle zu ernten.
Eine anscheinend kleine, aber wichtige Ebene dieser Tagung war der Besuch von zwei Gästen aus dem „Humanistischen Cluster“ aus Österreich. Von dem Besuch der AGHPT-VertreterInnen nach Wien berichteten wir letztes Jahr.
Diebels / Pimenidou / Schilling / Toro Toro (DFP-Delegierte bei der AGHPT)

