DFP Fachtagung 2024

Zukunft. Szenisch-kreative Impulse in Zeiten von Erschütterung und Begrenzung
7./8. Juni 2024

Berufliche Schule Anckelmannstraße
Anckelmannstraße 10
20537 Hamburg

Wir leben in einer Zeit, in der die wirtschaftliche, subjektive und ökologische Stabilität sowohl kollektiv als auch individuell vielfach von Erschütterungen und Begrenzungen bedroht ist. Aus zeitweiligen Krisen sind dauerhafte Gefährdungen geworden, die uns sowohl gesellschaftlich, als auch persönlich und in unseren beruflichen Rollen betreffen. Neben den Auswirkungen der Corona Pandemie und der Klimakatastrophe sind die Auswirkungen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten längst bei uns angekommen. Wir erleben eskalierende Konfliktlagen in unseren Schulen, Fachkräftemangel in den Organisationen sowie ein hohes Maß an Erschöpfung und Überlastung, die in Beratung und Psychotherapie spürbar werden.

Viele Menschen erleben sich als Teil einer diversen Gesellschaft, in der Fortschritt und Selbstentfaltung einen hohen Stellenwert haben. Durch die sich rasant entwickelnde Digitalisierung unserer Lebensbezüge, durch Konfliktlagen und zunehmend erlebte Ungleichheit haben jedoch viele Menschen das Gefühl, zurückzubleiben. Wichtig ist es genau deswegen, neue Handlungsspielräume in den Blick zu nehmen und auszuloten, welche Gestaltungsmöglichkeiten durch Veränderungsprozesse entstehen.

Wie wollen wir in Zukunft leben angesichts der aktuellen Erschütterungen und Begrenzungen? Welche Anpassungsprozesse können wir ganz persönlich, in unseren beruflichen Rollen, aber auch gesamtgesellschaftlich leisten, damit möglichst viele Menschen auch zukünftig ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben führen können?

Wie können wir als Supervisor:innen, Coaches, Organisationsentwickler:innen, Lehrende und Therapeut:innen zu einer inneren Haltung finden, die von Gegenwarts- und Sinnorientierung geprägt ist und was brauchen wir, um Zukunftskompetenz zu erlangen?

Die Psychodramatheorie mit ihrem szenisch-kreativen und handlungsorientierten Potential stellt uns ein reichhaltiges Repertoire zur Verfügung, das für diese Fragen Orientierung geben kann.

Wir freuen uns daher sehr, dass wir Dr. Christoph Hutter aus Münster für den Hauptvortrag gewinnen konnten und eine Vielzahl von Workshops diesen Kongress bereichern werden.